Mit unserem ersten Kind beginnen auch wir Eltern eine Reise in unsere eigene Geschichte als Kind. Das erneute Miterleben aller Wachstumsphasen unserer Kinder rührt an die selbst erlebten schönen und schmerzhaften Zeiten mit unseren Eltern.
Natürlich wollen wir es viel besser machen als unsere Eltern und alle die Fehler vermeiden, die wir ihnen vorwerfen. Viele Paare bereiten sich sorgfältig auf ihre Elternschaft vor, informieren sich über Kindererziehung, Ernährung, Kindergärten und Schulen und die Förderung kindlicher Talente. Aus dem Traum, die eigenen Kinder zu glücklichen und verantwortungsvollen Erwachsenen heran reifen zu sehen, erfahren viele Mütter und Väter ein hartes Erwachen, sobald die Kinder in die Pubertät kommen und aus ihren Eltern ratlose, verzweifelte und verunsicherte Menschen machen, die an ihrem Selbstwert zu zweifeln beginnen.
Oft sehen sie in diesem pubertären Chaos keinen anderen Ausweg als “durchzuhalten, bis es vorbei ist” und die Jugendlichen selbst zur Vernunft kommen. Deshalb macht sich trotz Trennungsschmerz und Loslassen üben auch Erleichterung breit, wenn die Kinder endlich einen Beruf haben und das Elternhaus verlassen. Man hat es geschafft und kann sich wieder eigenen Perspektiven zuwenden! Für viele bedeutet das mehr Freiheit und mehr Freizeit.
Jetzt ist der Besuch von den inzwischen erwachsenen Kindern und ihren anfangs mehr oder weniger häufig wechselnden Freunden und Freundinnen eine Freude, und die Eltern sind bemüht, die Partner ihrer Kinder mit offenen Armen aufzunehmen und sie in die Familie zu integrieren. Und eines Tages hören sie: “Wir streiten viel” oder “Wir haben uns getrennt.” Was nun? Die Verschiedenheit elterlicher Reaktionen zeigt ihre Verunsicherung, ob und wie sie sich “einmischen” dürfen und ob und wie z.B. bei Trennungen der Kontakt zu den ehemaligen Partnern weiterhin bestehen soll. In solchen Situationen flüchten viele Eltern in den altbekannten Satz: “Ihr müsst das selber wissen, ihr seid alt genug”.
Wenn Sie ihre Elternfunktionen nicht übernehmen, die bis an ihr Lebensende bestehen, dann übergehen sie ihren eigenen Trennungsschmerz und die Möglichkeit, die Kinder aus ihrer Erfahrung heraus sinnvoll zu unterstützen.
Themen:
- Generationenkonflikte: Ursachen und Lösungsansätze
- Beziehungsprobleme: von der Abhängigkeit im kindlichen Dreieck zu erwachsener Autonomie
- Elternfrust - wohin damit?
- Verhaltensstrategien in der Sackgasse
- Elternfunktionen einnehmen
- Wiederholungen in der Generationenlinie
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Zur Zeit findet dieser Workshop nicht statt. Anfragen werden gerne beantwortet. |